BY:AG Familienpolitik/Protokolle/2013-02-27 - Protokoll AG Familienpolitik

Was: Arbeitsgruppe Familienpolitik Ort: LGS, Schopenhauerstr. 71
Datum: 27. Februar 2013
Uhrzeit: 20:00 bis 22:00 Uhr


Anwesend

Protokollant:Chris

Moderation: Chris

Hauptthema Thema 2: Häusliche Gewalt - Männer-/Frauenhäuser

Referent: Peter Eckardt (Dipl. Soz. Päd. FH) Väterbürokoordination und Md Vorstand der Väterinitiative für engagierte Elternschaft e.V.


Tagesordnung

1. Begrüßung (Chris, 5 Min)

2. Zum Einsteig ins Hauptthema Bericht aus der Praxis (Peter, 30 Minuten)

Peter eröffnet mit: Gewalt gegen Männer gibt es nicht. Es gibt nur wenige Studien in Deutschland über das Thema Gewalt gegen Männer. Meist sind in diesen aber nur Väter nach der Trennung befragt worden. Untersuchungen zu Vätern in Beziehungen gibt es wenig.

Warum gibt es so wenig zu dem Thema? Voraussichtlich da Männer wenig empfindsam zu gegen sie ausgeübter Gewalt sind. Männer haben sich schon als Jungs gebrügelt oder haben einfach so mal eine über bekommen. Daher nehmen sie Gewalt gegen Sie nicht so schnell nah. Wenn sie in der Beziehung dann aber die Gewalt wahr nehmen, dann ist es zu spät. Frauen zeigen Gewalt viel früher an da sie diese deutlich früher als Männer erkennen.

Gesellschaftlich traut man Frauen i.d.R. keine Gewalt zu. So kommt es in der öffentlichkeit bei Streitigkeiten auch vor, dass Frauen geholfen wird obwohl sie im Unrecht sind. Da Dritte die Sachlage nicht beurteilen können. Beispiel alleinerziehender Vater bei dem die Mutter die Kinder nicht sehen darf. Frau schnappt sich Kinder und schreit "hilfe / hilfe" und wird von Dritten aufgehalten und von der Polizei abgeführt.

Nicht alle Väter in der Beratung bei Peter sind Opfer. Manchmal kommt es auch vor, dass diese Väter gelogen haben.

Wie viele Väterhäuser gibt es in Deutschland? Väterhäuser gibt es vergleichbar zu Frauenhäusern nicht in Deutschland

Wohnhilfe Oldenburg und in Berlin gibt es eine Privatperson, die was ähnliches anbieten.

Wie sind die öffentlichen Förderungen bei der Väterberatung? Es gibt keine konkrete Förderung für misshandelte Männer. Es gibt keine öffentliche Mittel und meist ist auch keine gesellschaftliche (z.B. Firmenverständnis, Freunde Bekannte) Unterstützung zu erwarten. Väter in der die dauerhaft sich in der Opferrolle befinden haben voraussichtlich analog Frauen bereits in der Kinderzeit die Opferrolle öfter erlebt.

3. Auswertung: Wie steht die AG zu dem Thema (alle, 20 Minuten)

Aussagekräftige Statistiken wer wie oft Gewalt in einer Beziehung ausübt (ob Mann oder Frau) gibt es nicht. Es gibt Gewalt in den Familien und diese kann von beiden Geschlechtern ausgehen. In der Regel ist dies aber (zum Glück) nicht so oft der Fall.

Männer die Gewaltopfer sind, werden mehr und mehr wahr genommen. Dies liegt voraussichtlich daran, dass es früher ein Tabuthema war und erst so langsam Fälle aufgedeckt werden da Männer darüber reden.

Es gibt auch Bedarf von Männern nach einer Beratung oder Hilfe nach Gewalterfahrungen. Ob Männer diese Hilfe dann annehmen ist unklar. Für viele Männer ist es gesellschaftlich noch nicht OK Hilfe anzunehmen. Derzeit scheint es keine Unterstützungsangebote für Männern zu geben.

4. Unsere Änderungspunkte (alle, 20 Min.)

Angebote für Männer, die Gewalterlebnisse erlitten haben, sollte es künftig geben.

5. Organisatorisches (alle, 5 Min.)

    • Punkt: kostenlose Kinderkrippen- Kindergartenplätze (Thomas schb überarbeitet)
    • Punkt: kostenloser Eintritt für Kinder bis 16 Jahre in öffentliche geförderte Bildungs- und Freizeitsinstitutionen (Rani)

6. Festlegung nächstes Thema für Mittwoch, 13.03.2013 und Abschluß. (alle, 5 Min.) Staatlich finanzierte Kinderbetreuung (Thomas-sch-b)


Nächstes Treffen

Datum: Mittwoch, 13.03.2013 um 20.00 Uhr.
Ort: LGS, München Hauptthema: Staatlich finanzierte Kinderbetreuung - Thomas-sch-b